Antithese: Und nun?
Leider sind die Steuergelder gar nicht (mehr) unsere, die hat nämlich der „stiure“, der „Steuermann“ (heute bekannt unter dem Decknamen „Fiskus“) längst eingesteuert, wenn wir das Lamentieren anfangen. Die Taler sind längst in Händen des Staates, der ja schliesslich auch Knete braucht, um seinen Geschäften nachzugehen. Und da er nie konkrete Geschäfte macht und Geld „verdient“, wie er es seinen Unterlingen verordnet, nimmt er es eben als Zwangsabgabe.Die Gewalt dazu hat, bzw. ist er ja. Dabei weiss er durchaus kundig zu unterscheiden: „Einkommen“steuer zahlen seine Musterbürger, die eben „Einkommen“ haben, über das sie zweckmässig zunächst verfügen können, bis ihnen ein bezahlter Berater ausgerechnet hat, was sie am Ende abdrücken müssen. Anders bei der „Lohnsteuer“. Die betrifft die grosse Mehrheit seiner Leute, die eben mit Lohn auskommen muss. Die kriegens gleich an der „Quelle“ einbehalten. Sicherheitshalber…
Synthese: Und wofür?
Eine spannende Frage. Dürfen die Marktteilnehmer mit Fug und notfalls „Recht“ bei jeder „Leistung“ eine „Gegenleistung“ verlangen, ist das bei den Steuern ziemlich anders: Sie sind eben eine „Abgabe“ zur freien Verfügung durch den „Steuermann“, gekauft hat man damit rein gar nichts, aber eben eine Gewalt ausstaffiert.Was bedeutet das?
Steuern nennt man eine Zwangsabgabe, die ohne Aussicht auf Gegenleistung ganz frei nach eigener Massgabe von der Staatsgewalt erhoben wird.Deren Verwendung liegt ebenso komplett frei in Händen eben dieser Gewalt, und da sie eine solche ist, ist sie sogar über deren Grössenordnung hinaus beinahe unbegrenzt in der Lage, sich am diesbezüglichen Markt „Vermögen“ ab-, bzw. herzusondern.
Die „am Ende dann…“ dürfen klatschen oder meckern, je nach Gusto. Immerhin, ihr dürft stolz sein auf diese „Freiheit“! Macht nix.
Stimmt nicht ganz: Sie dürfen ab und an sogar das Personal auswählen, das die Geschäfte führt. Gerade geschehen. Eine tollere Idee, Unzufriedenheit richtig konstruktiv zu nutzen, hat es in der Geschichte wohl kaum gegeben.
Eine grosse Ehre für Hans und Franz … iska, die so begeistert sind von dieser Erlaubnis, dass sie sonst eigentlich fast alles mit sich machen lassen, was für „unseren Standort“ nötig ist.
Womöglich kommen ihnen ihre Steuergelder demnächst sogar als Uniform zugute oder rollen ihnen als gepanzerte Fahrzeuge auf frisch betonierter Infrastruktur entgegen, wenn ihre Herrschaften ihre „Sicherheit“ verteidigen lassen wollen.
Keine Bange, das wird schon. Wer sich in Friedenszeiten souverän nach der Decke streckt, der weiss sich auch im Verteidigungsfall zu benehmen.
Ist bald soweit!